Osteopathie Praxis Leszek Sporysz
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Über die Osteopathie

Ziel der Osteopathie ist es, dem Körper seine Fähigkeit zur Selbstregulation aufzuzeigen und diese in das natürliche dynamische physiologische Gleichgewicht (Homöosthase) zuführen. Grundannahme ist, dass der Körper sein eigenes dynamisches physiologisches Gleichgewicht gleichsam unbewusst kennt, Osteopathie legt hier offen, wie der Körper funktioniert oder eingeschränkt ist und zeigt dem Organismus auf, was er in Selbstregulation „für sich selbst tun kann“.

Dabei wird jeder Patient immer in seiner Ganzheit und Individualität erfasst und respektiert. Osteopathie basiert auf der Kenntnis medizinischer Grundlagenfächer wie Anatomie, Physiologie, Pathologie, Biomechanik und Embryologie.

Es ist keine Alternativmedizin und will auch wissenschaftsbasierte medizinische Verfahren nicht ersetzen. Osteopathie „komplementiert“ hingegen die Medizin, das heißt sie stellt Diagnose und Behandlungsansätze dar, die in der Lehrmedizin nicht ausgefüllt sind. 

Die hier beschriebenen Diagnose- und Behandlungsverfahren in der Osteopathie basieren auf der naturkundlichen Erfahrungsmedizin und werden nur beschränkt von der allgemeinen Schulmedizin anerkannt.



Die Geschichte der Osteopathie

Osteopathie als Körpertherapie gibt es seit über 100 Jahren in verschiedenen Ausprägungen.
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Der Gründer der Osteopathie ist der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917). Durch Beobachtungen stellte er fest, dass viele Erkrankungen des Körpers mit einer Veränderung der Beweglichkeit und der Statik des Körpers einher gehen, insbesondere im Bereich des Bewegungsapparates.

Seine grundlegenden Feststellungen und Erkenntnisse bilden heute noch das Fundament der Osteopathie:

  • Interaktion zwischen Form und Funktion: Die Funktion bestimmt die Form so wie die Form die Funktion bestimmt
  • Regel der Arterie: Die Körperflüssigkeiten müssen ungehindert fließen können.
  • Selbstregulierung: Der Körper hat die Fähigkeit zur Selbstheilung.
  • Der Körper ist eine Einheit: Jeder Mensch bildet eine untrennbare und einzigartige Einheit aus Körper, Geist und Seele.


Das Behandlungskonzept der Osteopathie

Der Begriff der Gesundheit wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wie folgt definiert: „Der Zustand von völligem körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefinden, Abwesenheit von Krankheit bedeutet nicht die Gesundheit.“
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Insbesondere der osteopathisch tätige Therapeut widmet sich weniger den Symptomen. Er sucht viel mehr die Ursachen der Beschwerden und das individuelle Gesundheitspotenzial in dem Patienten. Zudem führt er stets eine ausführliche manuelle Untersuchung durch. Hier befragt er das Gewebe mit seinen Händen, mit dem Ziel die Gewebespannungen und -rhythmen zu erspüren. Den Körper nimmt er dabei als funktionell- dynamisch vernetztes System in seiner Ganzheit wahr.

Ein Leitsatz der Osteopathen lautet „Nur das Gewebe weiß!“. Ungleichgewichte in unserer Gesundheit, Krankheiten und andere Symptome haben eine Geschichte. Jedes einzelne Ereignis hinterlässt im Laufe der Jahre in unserem Körper Informationen. Diese Informationen erspürt man in der Osteopathie gleichsam als Gewebeabrücke im Körper, auch als Einschränkung der Beweglichkeit und der Gewebespannung. Der dahinterstehende Grundgedanke ist, dass sich der Körper positive wie negative Erfahrungen merkt und mit solchen Abdrücken auf Stress und einschneidende emotionale Ereignisse reagiert. Nach dem Leitgedanken der Osteopathie ist es wichtig, diese Abdrücke genau zu berücksichtigen, sie werden als Ungleichgewicht in unserer Gesundheit verstanden, da sie die Vorgeschichte einer Krankheit sein können.

Die individuelle Lebensgeschichte jedes Einzelnen beginnt mit der Anlage und Entwicklung in der Embryonalzeit und ist gefolgt von der Wachstums- und Entwicklungsphase in der Fetalzeit. Die in dieser Zeit aktiven Anpassungsmechanismen setzen sich nach der Geburt (postnatal) einerseits in Wachstums- und Entwicklungsphasen fort. Andererseits dienen sie fortwährend als körpereigene Selbstregulationsmechanismen. 

In einer langjährigen Osteopathieausbildung lernt man diese Abdrücke der Vergangenheit durch Tasten im Körper aufzufinden und zu behandeln, um dem einzelnen in seiner Wahrnehmung zu vermitteln, wann er sich gesund fühlt und wann nicht. Durch eine Behandlung soll der Kontakt zu den Körpermechanismen der Selbstregulation ermöglicht werden. In der Osteopathie strebt man einen möglichst neutralen Zustand für den Körper an, in dem solche Abdrücke der Vergangenheit Erfahrung und nicht Last sind.